Technologieforum

Orpheus-MIR im Laserlabor

Light Conversion gewinnt Innovationspreis und kooperiert mit CERN

Light Conversion mit Hauptsitz in Litauen und Vertretung in Deutschland ist auf Anwendungen für Femtosekunden-Laser spezialisiert. Das Unternehmen hat nun den Gold Award einer Fachzeitschrift für den Optisch Parametrischen Verstärker (OPA) Orpheus-MIR erhalten. Die Auszeichnung wird jährlich für die innovativsten Produkte und Lösungen in der Optik und Photonik verliehen.

Der prämierte Laser liefert breitbandige Pulse im mittleren Infraroten und ermöglicht die Untersuchung von neuen Forschungsfragen in der Spektroskopie. Orpheus-MIR basiert auf einem 2-Kanal OPA-System mit nachgeschalteter nichtkollinearer Differenzfrequenzerzeugung (DFG). Für breitbandige Femtosekunden-Laseranwendungen im IR wurden bisher Ti:Saphir-gepumpte OPAs wie Topas verwendet. Diese sind jedoch auf relativ niedrige Repetitionsraten < 10 kHz beschränkt. Orpheus-MIR erlaubt Repetitionsraten bis 2 MHz und zeichnet sich durch eine hohe mittlere Ausgangsleistung, exzellente Kurz- und Langzeitstabilität und eine verbesserte Zuverlässigkeit sowie Anwenderfreundlichkeit aus, so der diesjährige Preisträger.

Für das Unternehmen ist dies eine weitere gute Nachricht in einem erfolgreichen Jahr. Denn Mitte 2021 gab das Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) bekannt, das Light-Conversion-Lasersystem Pharos zur Erzeugung von Elektronenstrahlen im Linearelektronenbeschleuniger CLEAR (CERN Linear Electron Accelerator for Research) des CERN-Labors einzusetzen.

Light Conversion beschäftigt an seinem Hauptsitz in Vilnius über 320 Mitarbeiter. Aufgrund des geschäftlichen Erfolgs plant das Unternehmen, bis Ende 2021 ein neues Produktionsgebäude zu eröffnen. 2021 hat 7-Industries aus Israel 25 % der Firmenanteile übernommen.

Quelle und Bild: www.lightcon.com

Preisgeber des Innovators Awards: www.laserfocusworld.com