31 Juli Materialtests ohne Umweg über die USA
MKS hat in Darmstadt ein European Laser Applications Lab eröffnet. Dort können Maschinenbauer und Systemintegratoren Materialtests mit Kurz- und Ultrakurzpulslasern von Spectra-Physics durchführen lassen. Nach Angaben des Unternehmens sollen sich dadurch Entwicklungszeiten verkürzen und Laserprozesse schneller auf neue Anwendungen abstimmen lassen.

Im neuen MKS European Laser Applications Lab in Darmstadt werden Laserprozesse an Originalmaterialien getestet. Bild: MKS
Bislang führte MKS entsprechende Materialtests ausschließlich in den USA durch. Mit dem neuen Labor können europäische Kunden ihre Originalmaterialien nun vor Ort untersuchen lassen. Dies soll insbesondere Projekte erleichtern, bei denen Materialproben aus Vertraulichkeitsgründen das Unternehmen nicht verlassen dürfen oder Versuche gemeinsam mit den Kunden durchgeführt werden.
Für die Tests stehen Spectra-Physics Kurz- und Ultrakurzpulslaser im UV- und Infrarotbereich in verschiedenen Leistungsklassen zur Verfügung. Ergänzt wird die Ausstattung durch Ophir-Messtechnik sowie optische Tische, optomechanische Komponenten und Motion-Systeme der Marke Newport.
Nach Angaben von MKS lassen sich bereits in einer frühen Projektphase geeignete Laserquellen und Prozessparameter ermitteln. Dadurch sollen Entwicklungsrisiken sinken und die Auswahl der Laser- und Anlagentechnik beschleunigt werden.
Zu den Anwendungen zählen unter anderem das Schneiden von Glas, das Bohren feinster Strukturen für die Halbleiterfertigung sowie Materialstrukturierung und Laserablation in der Elektronikfertigung.
Zur Analyse der Bearbeitungsergebnisse verfügt das Labor über ein 3-D-Laserscanning-Mikroskop mit konfokaler Lasermikroskopie, Fokusvariation und Weißlichtinterferometrie sowie ein Digitalmikroskop für optische Untersuchungen.
Quelle und Bild: www.mks.com

