09 Juni Marktanalyse: Machine Vision bleibt Wachstumstechnologie
Die weltweite Branche für industrielle Bildverarbeitung (Machine Vision) hat 2025 die Erwartungen übertroffen. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Interact Analysis wuchs der Markt um 5,2 %. Bis 2030 soll das Marktvolumen von derzeit 5,9 auf 8,3 Milliarden US-Dollar steigen.

Globale Markentwicklung von in industrieller Bildverarbeitung auf Grundlage der Marktanalyse von Interact Analysis. Bild: Interact Analysis
Wachstumsmärkte für Bildverarbeitung
Zu den wichtigsten Wachstumstreibern zählen laut den Analysten Fortschritte bei 3-D-Kameras und Bildverarbeitungssoftware. Gleichzeitig soll in vielen Branchen der Bedarf an präzisen Inspektions- und Qualitätskontrollverfahren steigen. Auch Anwendungen für autonomes Fahren und das automatisierte Greifen ungeordnet bereitgestellter Bauteile (Bin Picking) gewinnen nach Angaben von Interact Analysis zunehmend an Bedeutung.
Besonders dynamisch soll sich die Logistik entwickeln. Die zunehmende Automatisierung von Lager-, Sortier- und Verteilzentren sorgt dort für eine wachsende Nachfrage nach Bildverarbeitungssystemen. Laut der Analysten könnte sich das Marktvolumen in diesem Bereich bis 2030 nahezu verdoppeln. Dieses soll dabei von 494 auf 898 Millionen US-Dollar steigen. Zu den wichtigsten Anwendungen zählen autonome mobile Roboter (AMR) sowie Systeme für das Bin Picking. Trotz des starken Wachstums der Logistikbranche bleibt die Elektro- und Elektronikindustrie voraussichtlich der größte Absatzmarkt für Bildverarbeitungssysteme. Hier soll das Marktvolumen von 742 Millionen auf knapp 1,1 Milliarden US-Dollar anwachsen.
Weltweites regionales Wachstum
Nach Einschätzung von Interact Analysis wird die Region Asien-Pazifik (ohne Japan) zwischen 2025 und 2030 mit durchschnittlich 8,1 % pro Jahr das stärkste Wachstum in der industriellen Bildverarbeitung verzeichnen. Für Japan wird mit einer jährlichen Wachstumsrate von 6 % gerechnet. Die Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) erzielte 2025 mit 0,8 % zwar das geringste Wachstum, schnitt damit jedoch besser ab als ursprünglich prognostiziert. Für 2026 erwarten die Analysten eine Erholung mit einem Wachstum von 3,9 %.
Einfluss von Zöllen
Die Anfang 2025 eingeführten Zölle hatten nach Einschätzung von Interact Analysis nur begrenzte Auswirkungen auf die Branche. Zwar wurden zusätzliche Kosten teilweise über höhere Preise an Kunden weitergegeben, die Nachfrage soll jedoch weitgehend stabil geblieben sein.
Quelle und Bild: interactanalysis.com

