08 Apr. Modularer Vision-Sensor für KI-gestützte Inspektion
Mit dem Vision-Sensor PV4 erweitert Imago Technologies sein Portfolio im Embedded Vision um ein modular aufgebautes System für industrielle Inspektionsaufgaben. Der frei programmierbare Sensor ist laut Hersteller zwischen klassischen Vision-Sensoren und komplexen KI-Kameras positioniert und ist für Anwendungen mit häufig wechselnden Anforderungen, Produkten und Prüfmerkmalen geeignet.
Das System kombiniert klassische Bildverarbeitung und KI-Inferenz direkt auf dem Gerät. Eine Multicore-ARM-Architektur mit integrierter Neural Processing Unit ermöglicht die Ausführung anspruchsvoller Bildverarbeitungs- und Deep-Learning-Algorithmen ohne externe Recheneinheiten. Durch die lokale Datenverarbeitung lassen sich Latenzen reduzieren und kompakte, echtzeitfähige Systemarchitekturen realisieren.
Auf Basis eines Linux-Umfelds und mit integriertem Arbeitsspeicher kann der Sensor wie ein kompakter Industriecomputer in bestehende Maschinen integriert werden. Der modulare Hardwareaufbau erlaubt den Einsatz unterschiedlicher Sensormodule ohne grundlegende Änderungen am System. Dadurch soll die Lösung auch bei sich wandelnden Anforderungen anpassungsfähig bleiben. Ergänzende Komponenten wie softwaregesteuerte Beleuchtungsmodule oder Flüssiglinsen mit Autofokus unterstützen die Anpassung an unterschiedliche Arbeitsabstände, Objektgrößen und Umgebungsbedingungen. Die Anbindung erfolgt mit Industrieschnittstellen wie GigE Vision und OPC UA.
Typische Einsatzfelder sieht der Hersteller dort, wo Produkte, Formate oder Oberflächen stark variieren. In der Logistik soll das System beispielsweise eine robuste Code- und Klarschriftlesung auf unterschiedlichsten Verpackungsgrößen und -zuständen sowie die KI-basierte Bewertung von Label-Qualität und -Position ermöglichen. In der Lebensmittel- und Getränkeindustrie unterstützt der Sensor flexible Inspektionen bei wechselnden Gebindeformen, Füllständen und optisch anspruchsvollen Oberflächen. Auch in Pharma-, Retail- oder allgemeinen Verpackungsanwendungen lassen sich Identifikations- und Qualitätsprüfungen zuverlässig umsetzen.
Christoph Siemon, Vice President Sales & R&D, sagt: „Mit dem Vision Sensor PV4 schaffen wir eine Plattform für Anwendungen, die mehr Flexibilität und Rechenleistung benötigen als klassische Vision-Sensoren bieten, dabei aber bewusst auf die Systemkomplexität großer KI-Rechner verzichten wollen. Anwender erhalten ein frei programmierbares, industrietaugliches System, das sich an verändernde Prozesse anpassen lässt.“
Zur Produktseite des Herstellers erhalten Sie hier.
Quelle und Bild: imago-technologies.com
Bildunterschrift:
Die kompakte Bauform soll sowohl die Integration in neue Maschinen als auch die Nachrüstung von Anlagen erleichtern.

