17 Feb. Holografische Windschutzscheibendisplays in die Serienfertigung überführen
Zeiss, Tesa, Saint-Gobain Sekurit und Hyundai Mobis haben die QuadAlliance ins Leben gerufen, um die Serienproduktion holografischer Windschutzscheibendisplays (Holographic Windshield Displays, HWD) gezielt voranzutreiben. Die Allianz will Automotive-OEMs eine integrierte End-to-End-Lösung entlang der gesamten Wertschöpfungskette bieten und damit die Serienreife der Technologie beschleunigen.
Erstmals werden alle zentralen Prozessschritte gebündelt: Zeiss verantwortet nach Angaben der Partner das optische Design sowie das Mastering holografischer optischer Elemente (HOE), Tesa soll die präzise und skalierbare Massenreplikation der Filme übernehmen. Saint-Gobain Sekurit integriert die holografischen Komponenten in die Windschutzscheibe, während Hyundai Mobis die PGU- und HMI-Integration auf Systemebene sicherstellen soll. Durch diese abgestimmte Lieferkette sollen Entwicklungszeiten verkürzt, Schnittstellen reduziert und Prozesssicherheit erhöht werden.
Die HWD-Technologie verwandelt die Windschutzscheibe in ein großflächiges, transparentes Display im direkten Sichtfeld des Fahrers. Genannt werden unter anderem eine HOE-Transmission von über 92 %, Leuchtdichten von mehr als 10.000 Nit sowie flexible Designoptionen bei kompaktem Bauraum. Perspektivisch sind 4K-Auflösungen und darüber hinaus vorgesehen. Neben einem erweiterten Anzeigeformat verspricht die Technologie Vorteile hinsichtlich Integration, Gewicht und Energieeffizienz.
Der Start der Serienproduktion ist für 2029 geplant. Nach Angaben der Partner versteht sich QuadAlliance nicht als exklusives Modell, sondern als offenes Ökosystem, das OEMs weiterhin Flexibilität bei der Ausgestaltung ihrer Lieferketten lässt.
Quelle und Bild: www.zeiss.de

