19 Jan. Neue Optik von Scansonic macht Laserschutzzelle überflüssig
Sponsored Post – Hohe Energiedichte, Prozessgeschwindigkeit und eine geringe thermische Verformung machen Laser zum idealen Werkzeug für die Metallbearbeitung. Die Kosten für die nötige Laserschutzzelle jedoch können je nach Anwendung mehr als zehn Prozent der Gesamtkosten einer Laserschweißanlage ausmachen.
Scansonic, einer der weltweit führenden Hersteller von Laserbearbeitungsoptiken, hat ein neues System entwickelt, das den Aufwand für eine separate Laserschutzzelle überflüssig macht. Mit der kompakten SCW-Optik (Safe Component Welding) erfüllt Scansonic die Anforderungen der Laserklasse 1 und ermöglicht somit das Laserschweißen ohne zusätzliche aufwendige Einhausung. Dies wird durch einen speziell entwickelten Schutzaufsatz erreicht, der direkt an der Optik angebracht ist. Diese Formdüse umschließt den Schweißbereich vollständig und verhindert das Austreten gefährlicher Strahlung. Wir hatten berichtet.
Anwendung für gefalzte Teile im Karosseriebau
Die Optik ist bereits im automobilen Karosserierohbau im Einsatz: für das Fixieren von Türinnen- und -außenteil nach dem Falzen. Diese werden in der Regel miteinander verklebt, wobei der Kleber erst während des Lackierens aushärtet. Da die beiden Teile bis dahin nicht gegeneinander verrutschen dürfen, werden sie an einigen Punkten miteinander verschweißt. Diese Schweißung ist nicht crash-relevant, daher genügen wenige Fixierpunkte. Bisher kamen dafür Punkt- oder Lichtbogenschweißverfahren zum Einsatz, bei denen es durch den hohen Wärmeeintrag schnell zu Verformungen kommen kann, die auf der Außenseite der Karosserieteile sichtbar sind – ein Fehler, der unbedingt vermieden werden soll.
Mit der SCW-Optik lassen sich die Schweißpunkte mit sehr geringem Energieeintrag setzen; Verformungen sind damit ausgeschlossen.
Aktuell arbeiten die Entwickler bereits an weiteren Applikationen. So werden Steifigkeits- und Überlappnähte bislang häufig mit Schweißzangen durch Widerstandsschweißen verbunden. Werden die Bleche mit definierter Kraft durch die Formdüse der SCW-Optik zusammengedrückt, könnte dieser Prozess künftig deutlich vereinfacht werden.
Die neue SCW-Optik wird als vollintegrierte Lösung angeboten. Die Steuerung mit den Safety-Komponenten, eine passende Laserquelle von Brightlight Laser Systems, eine Kühlung sowie eine Absaugung sind bereits enthalten. Die Lösung verfügt somit über nur wenige Schnittstellen, die angebunden werden müssen. Der Engineering-Aufwand reduziert sich erheblich, und der Anwender kann schnell mit der Produktion starten.
Quelle und Bild: www.scansonic.de

