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Quantum Saxony – Sachsen vernetzt Quanten­forschung

Um Quantentechnologien gezielt voranzubringen und in industrielle Anwendungen zu überführen, startete im Dezember 2025 das Sächsische Forschungsnetzwerk für Quantentechnologien SAX-QT ‚Quantum Saxony‘. Ziel des Netzwerks ist nach Angaben der Partner, die Kompetenzen im Freistaat Sachsen im Bereich Quantentechnologien strategisch zu bündeln, weiter auszubauen und international sichtbar zu machen. Quantum Saxony soll die Kompetenzen von Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zusammenführen und dabei Verbände, Start-ups und Industriepartner einbinden.

Das Netzwerk versteht sich als offene Plattform, die fortlaufend weitere Partner integriert und den Austausch zwischen Forschung, Industrie und Politik unterstützt. Die disziplinübergreifenden Kompetenzen in Sachsen – von Materialwissenschaft über Mikro- und Nanoelektronik bis zur Softwareentwicklung – sollen so gezielt wirtschaftlich nutzbar gemacht werden. Ein zentrales Anliegen ist zudem der Aufbau qualifizierter Fachkräfte, betonen die Netzwerkvertreter: Über gezielte Bildungs- und Weiterbildungsprogramme sollen Nachwuchskräfte und Quantenexpertinnen und -experten für Forschung und Industrie ausgebildet werden.

Pilotfertigung am Fraunhofer IPMS

Das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS übernimmt nach eigenen Angaben eine zentrale Koordinationsrolle innerhalb von Quantum Saxony und bringt seine langjährige Erfahrung in anwendungsnaher Forschung, industriellen Kooperationen und Technologietransfer ein. Die Expertise des IPMS soll den schnellen Weg vom Forschungslabor bis zur industriellen Fertigung – from lab to fab – ebnen. “Unser industrietauglicher Reinraum ermöglicht es uns, neue Quantenmaterialien und Bauelemente unter realen Produktionsbedingungen zu erproben und in Pilotfertigungen zu überführen”, sagt Dr. Benjamin Lilienthal-Uhlig, Geschäftsfeldleiter Next Generation Computing am Fraunhofer IPMS. “Das ist ein Alleinstellungsmerkmal, das die Innovationskraft Sachsens erheblich stärkt. Gerade Start-ups und kleine bis mittelständische Unternehmen profitieren davon, das wir ihnen eine Pilotfertigung auf Waferlevel anbieten können.”

Namhafte Netzwerkpartner und Aufbauförderung

Neben dem Fraunhofer IPMS zählen zu den Netzwerkpartnern unter anderem Infineon, GlobalFoundries, RWTH Aachen, Imec, CEA-LETI, VTT und das Forschungszentrum Jülich. Koordiniert wird das Netzwerk von der Hochschule Zittau/Görlitz, dem Fraunhofer IPMS, dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU sowie dem Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung IFW Dresden.

Die EU und der Freistaat Sachsen unterstützen den Partnern zufolge die Aufbauphase des Netzwerks bis Ende 2027 mit drei Millionen Euro EFRE-Mitteln (Europäischer Fonds für regionale Entwicklungen).

Weitere Informationen: quantum-saxony.de

 

Quelle und Bild: www.ipms.fraunhofer.de