12 Nov. EU-Projekt zur 3-D-Oberflächenbearbeitung
Im Rahmen des EU-geförderten Projekts ‚Operatic‘ wird ein intelligentes Ultrakurzpulslasersystem zur schnellen, nachhaltigen 3-D-Oberflächenbehandlung in der Industrie entwickelt. Durch die Kombination von Hochleistungslasertechnologie (> 200 W) und ultrakurzen Pulsen (< 30 ps) mit Künstlicher Intelligenz und Echtzeitüberwachung zielt Operatic darauf ab, ein modulares Plug-and-Play-System für die 3-D-Oberflächenbearbeitung in großtechnischen Industrieanwendungen bereitzustellen. Das System wird derzeit in vier Anwendungsfällen in den Bereichen Automobil, Luftfahrt, Haushaltsgeräte und Beleuchtung getestet.
Im Projekt übernimmt das Steinbeis Europa Zentrum nach eignen Angaben die strategische Kommunikation und die Verbreitung der Projektergebnisse sowie deren Verwertung. Es führt Roadmapping zur Kommerzialisierung durch, um den Zugang der Innovationen zu den Märkten zu erleichtern und zu erschließen. Das Operatic-Konsortium berichtet nun über die aktuellen Fortschritte.
Hinsichtlich der Integration für 3-D-Bewegung wurde nach Angaben des Konsortiums ein Hochleistungs-Ultrakurzpulslaser mit einer nicht-dispersiven optischen Faser integriert, was eine robotergestützte Handhabung ermöglichen soll. Zudem wurde eine dynamische Strahlformung umgesetzt, um die Produktivität zu steigern. Zur Umsetzung einer vielseitigen Strukturierung wurde dem Konsortium zufolge die Laseroberflächenstrukturierung auf verschiedenen Materialien demonstriert – darunter Edelstahl, Aluminium und Verbundwerkstoffe –, unter Verwendung von Direct Laser Interference Patterning (DLIP) und Direct Laser Writing (DLW).
Für die Echtzeitüberwachung der Strahlführung und der resultierenden Textur wurde laut Konsortium ein fortschrittliches Überwachungstools für den Inline-Einsatz validiert, was eine Echtzeitkontrolle sowohl der Prozessparameter als auch der Produktqualität ermöglichen wird.
Bei den Fortschritten im KI-Design berichtet das Konsortium über KI-Modelle, die nun die Gestaltung und Optimierung von Laseroberflächenbehandlungen unterstützen, wodurch sich die Entwicklung schneller, intelligenter und besser an die Bedürfnisse der Nutzer anpassen lässt.
Auch die Integration in Industrie-4.0-Umgebungen ist laut dem Konsortium gesichert: Kommunikationssysteme und Werkzeuge zur Anlagenmodellierung wurden entwickelt, um eine nahtlose Integration in intelligente Fertigungsumgebungen zu gewährleisten.
16 Partner aus acht europäischen Ländern sind nach Angaben der Projektleitung an Operatic beteiligt. „Operatic ist ein bedeutender Schritt in Richtung einer wirtschaftlich tragfähigen und umweltfreundlichen Hochleistungsoberflächenbehandlung“, betont Pablo Romero, Koordinator von Operatic.
Weitere Informationen stehen auf der Projekseite operatic.eu zur Verfügung.
Quelle: www.steinbeis-europa.de
Bild: operatic.eu

