10 Okt. Jenoptik plant erweiterte Optik-Fertigung
Eine Erweiterung der Highend-Fertigung für Halbleiteroptiken wird auf dem Produktionscampus von Jenoptik in Jena entstehen, wie der Photonik-Konzern berichtet. In der künftigen Flächenerweiterung werden dem Unternehmen zufolge hochqualitative Optikkomponenten gefertigt, die primär in der Halbleiterausrüstungsindustrie zum Einsatz kommen sollen. Nach Abschluss der Vorplanungen bis Jahresende 2025 und der sich anschließenden Genehmigungen und Vergaben soll der Umbau der aktuell leerstehenden Halle im Sommer 2026 beginnen. Start der Produktion in der neuen Fertigungsumgebung ist laut Jenoptik für die zweite Jahreshälfte 2027 geplant.
Für den umfassenden Umbau auf dem Jenoptik-Campus sind zwei Stufen vorgesehen. So soll zunächst eine Fläche von rund 2.000 m2 für die zusätzlichen Fertigungskapazitäten modular ausgebaut und modernisiert werden, auch mit Blick auf Energieeffizienz. Je nach mittelfristigem Wachstum und den globalen Anforderungen an die Fertigungskapazitäten ist eine Erweiterung bei Bedarf möglich – insbesondere im Geschäft mit Kunden aus der Halbleiterausrüstungsindustrie. Neben der Investition in den Flächenausbau im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich sind nach Angaben des Unternehmens Investitionen in moderne Maschinen und Infrastruktur vorgesehen sowie ein Stellenaufbau von rund 50 Mitarbeitenden zum Produktionsstart in der neuen Umgebung. Jenoptik betont außerdem, dass die Investition sowohl das Wachstum als auch die konsequente Umsetzung moderner Wertstromkonzepte fördert. In der Optik-Komponentenfertigung soll dies zu optimierten Materialflüssen und effizienteren, transparenteren Abläufen führen – bei unverändert hoher Qualität.
„Mit der Investition in eines unserer Kerngeschäfte reagieren wir auf die zunehmenden Anforderungen unserer Kunden im Wachstumsfeld der Halbleitertechnik“, so der Jenoptik-Vorstandsvorsitzende Dr. Stefan Traeger. „Darüber hinaus ist die Investition ein Bekenntnis zu unserem Hauptstandort Jena, wo wir Teil eines einzigartigen Ökosystems der Photonik-Industrie sind, in dem Wirtschaft, Forschungsinstitute und Hochschulen zusammenarbeiten und wichtige Strukturen für Zulieferer, Ausbildung und qualifizierte Fachkräfte vorhanden sind.“ Colette Boos-John, Thüringens Ministerin für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen, die der Bekanntgabe beiwohnte, ergänzt: „Die Optik-Industrie bleibt eine Wachstumsbranche für Thüringen. Angesichts der momentanen konjunkturellen Seitwärtsbewegung in Deutschland ist es ein starkes Signal, dass Jenoptik jetzt auch an seinem Thüringer Konzernsitz investiert. Das spricht für ein grundsätzliches Vertrauen in den Standort, das wir auf Bundes- wie Landesebene durch eine weitere Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen rechtfertigen müssen.“ Das Land werde die positive Entwicklung eines seiner Flaggschiff-Unternehmen auch weiterhin eng begleiten und unterstützen, so die Ministerin.
Quelle und Bild: www.jenoptik.de

