Technologieforum Laser Photonik

Ungekühlte InGaAs-Sensoren für NIR-Spektroskopie

Die InGaAs-Zeilensensoren der G1682x-Serie für das nahe Infrarpt decken laut Anbieter Hamamatsu Photonics  einen Spektralbereich von 0,9 bis 2,1 µm ab. Sie adressieren Forschung, Entwicklung und Industrie und eignen sich für Mehrkanal-Spektrofotometrie, Prozessüberwachung und Qualitätskontrolle.
Die Bauteile kombinieren ein frontbeleuchtetes InGaAs-Fotodiodenarray mit einem CMOS-Chip. Sie arbeiten ohne Kühlung und halten den Dunkelstrom durch Betrieb ohne Vorspannung niedrig. Damit entfällt die bislang übliche thermoelektrische Kühlung, was die Handhabung erleichtern und den Energiebedarf reduzieren soll. Die Betriebsspannung liegt bei 3,3 V. Je nach Modell variieren die Pixelgrößen zwischen 25 µm x 250 µm und 50 µm x 250 µm.
Ein wesentliches Merkmal ist die wählbare Umwandlungseffizienz. Über eine externe Spannung lassen sich zwei Einstellungen (16 nV/e⁻ und 160 nV/e⁻) auswählen. So können Anwender die Leistung variierenden Messanforderungen anpassen, was den Einsatz in OEM-Lösungen ebenso wie in Forschungslaboren unterstützt.
Die Serie ermöglicht eine simultane Mehrkanalanalyse über eine einzelne Videodatenleitung. Das steigert die Effizienz und erweitert den Umfang der Datenerfassung. In industriellen Prozessen erlaubt diese Eigenschaft, Abläufe in Echtzeit zu überwachen und Parameter zeitnah zu verändern.
Luigi Ghezzi, Technical Marketing Engineer bei Hamamatsu Photonics, erklärt, die G1682x-Serie sei als robuste Lösung für Anwendungen im nahen Infrarot konzipiert worden. Sie vereine kompaktes Design mit praxisnahen Funktionen.
Über die industrielle Prozessanalyse hinaus eignet sich die G1682x-Sensorserie auch für Umweltanalytik und biomedizinische Forschung. Der Betrieb ohne Kühlung, der niedrige Stromverbrauch und die variable Umwandlungseffizienz schaffen Flexibilität bei stabiler Leistung im Nahinfrarot.

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Quelle und Bild: www.hamamatsu.com