Technologieforum Laser Photonik

Thermografie­analyse beim Laserkunst­stoffschweißen

LPKF stellt mit Thermopro ein thermografisches Analysesystem vor, das speziell für das Laser-Kunststoffschweißen entwickelt wurde und nach Angaben des Herstellers thermische Daten in konkrete handlungsleitende Erkenntnisse umwandelt. Die automatisierte Erfassung, Auswertung und Interpretation von Oberflächentemperaturmustern unmittelbar nach dem Schweißen, soll eine hohe Prozesstransparenz liefern. Die Daten sollen damit eine zerstörungsfreie Schweißprozessoptimierung zur Steigerung von Bauteilfestigkeit und -langzeitstabilität ermöglichen.
Thermopro ist nach Angaben des Herstellers für die einfache Integration konzipiert, entweder als Nachrüstlösung in bestehende Produktionslinien oder als Teil jeder Neuinstallation aus dem LPKF-Produktportfolio für das Laserkunststoffschweißen. Die thermografische Analyse erfolgt direkt nach dem Schweißprozess, meist zykluszeitneutral und soll so wertvollen Platz und Zeit sparen. Je nach Prozess soll dieser Inline-Ansatz konventionelle Qualitätskontrollstationen ersetzen oder das Prüfintervall für kostenintensive Zusatzprüfungen einsparen und so den Produktionsfluss effizient halten – inklusive voller Prozesstransparenz und Rückführbarkeit auf jede Produkt-ID.
Das System wandelt komplexe thermische Daten in mehr als 20 verschiedene Qualitätsparameter um. Diese umfassende Analyse ermöglicht es Nutzern beispielsweise Komponenten zu identifizieren, die anfängliche Dichtigkeitstests bestehen, aber bei Temperaturwechseltests durchfallen würden. Die Daten sollen helfen, Prozesse für verbesserte Festigkeit und reduzierte Zykluszeiten zu optimieren und Materialeigenschafts- oder Prozessvariationen in Echtzeit zu überwachen.

Für Medizingerätehersteller soll das Thermopro-System die Grundlage für die Einhaltung von Vorschriften und Regularien, wesentliche Dokumentationspflichten sowie Rückverfolgbarkeit bieten. Daneben soll es gleichzeitig die langfristige Integrität von beispielsweise flüssigkeitsführenden Komponenten und empfindlichen Gehäusen gewährleisten. Die Fähigkeit, kleineste thermische Anomalien zu erkennen, ist besonders wichtig für Komponenten mit Null-Fehler-Toleranz.
Automobilzulieferer profitieren laut Hersteller von der Fähigkeit des Thermopro, Produktionsvariationen in Mehrkavitäten-Werkzeugen zu überwachen und so eine gleichbleibende Qualität in der Großserienproduktion zu gewährleisten. Da die Industrie zunehmend recycelte Materialien und Flammschutzmittel in Kunststoffkomponenten einbezieht, wird die Fähigkeit des Systems, unterschiedliche Materialeigenschaften zu erkennen und auszugleichen, entscheidend für die Aufrechterhaltung von Qualitätsstandards bei gleichzeitiger Erfüllung von Nachhaltigkeitszielen.

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Quelle und Bild: www.lpkf.com