12 Mai Auf dem Weg zur optischen 3,2T-Schnittstelle
Die Demonstration einer Datenübertragung mit 448 Gbit/s unter Verwendung optischer 224-GBaud-PAM4-Technologie haben gemeinsam die Unternehmen Keysight Technologies, NTT Innovative Devices und Lumentum Holdings angekündigt. Diese Zusammenarbeit soll laut den Partnern den steigenden Bandbreitenbedarf von Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) und des Machine Learning (ML) adressieren und die Entwicklung von energieeffizienten 3,2-Terabit-Schnittstellen für zukünftige Netzwerke in Rechenzentren ermöglichen.
Die Übertragungsgeschwindigkeit von 448 Gbit/s beschleunigt die Datenübertragung zwischen Rechen- und Netzwerkknoten, reduziert die Latenzzeit und verbessert damit auch die Effizienz von KI-/ML-Modellen. Da diese Modelle immer komplexer werden, ist ein höherer Datendurchsatz unerlässlich, um die Skalierbarkeit ohne Engpässe zu unterstützen, so die Partner. Darüber hinaus soll dieser Geschwindigkeitsschub die Effizienz des Rechenzentrums steigern, die Betriebskosten senken und die Umweltauswirkungen minimieren.
Keysight unterstützt nach eigenen Angaben die Industrie in der frühen F&E-Phase von 448 Gbit/s. Während dieser Phase erforschen Experten verschiedene Modulationsverfahren, darunter PAM4, PAM6 und PAM8. Für die optische Übertragung mit 224 Gbit/s hat sich laut den Partnern die Branche bereits für PAM4 als bevorzugtes Verfahren entschieden.
Bei der Demonstration werden den Angaben zufolge zwei Arbiträr-Signalgeneratoren M8199B von Keysight mit dem Frequenzdomänen-Interleaver von NTT eingesetzt, um elektrische Signale mit 448 Gbit/s und 224 Gbaud PAM4 zu erzeugen. Dieses Signal wird zur Ansteuerung eines extern modulierten Indiumphosphid-Lasers von Lumentum verwendet. Die erfolgreiche Erzeugung von 240 Gbaud PAM4 wird ebenfalls mit der gleichen Hardware demonstriert, so die Partner. „Das Erreichen von 448 Gbit/s ist ein bedeutender Meilenstein bei der Weiterentwicklung von optischen Verbindungen für KI-gesteuerte Cloud-Infrastrukturen“, sagt Dr. Matthew Sysak, Chief Technology Officer, Cloud and Networking Platform bei Lumentum. „Diese Zusammenarbeit unterstreicht die Expertise von Lumentum in der Photonik und unser Engagement, modernste optische Komponenten zu liefern, die die schnelle Expansion von KI- und Cloud-Rechenzentren unterstützen.“
Quelle und Bild: www.keysight.com

