Technologieforum

TruPrint 1000

Zahnersatz automatisch im Mehrschicht­betrieb drucken

Mit der neuen Multiplate-Version kann das additive Fertigungssystem TruPrint 1000 von Trumpf vier Substratplatten hintereinander automatisch mit Zahnersatz bedrucken. Das Beschichterwerkzeug der TruPrint 1000 schiebt die Substratplatte nach Prozessende in den Überlaufbehälter. Anschließend bearbeitet der 3-D-Drucker selbstständig eine neue Substratplatte. Die Anlage kann nahtlos den nächsten Druckauftrag starten, ohne dass ein Maschinenbediener sie öffnen und eine neue Platte einlegen muss. Eine Federgabel stellt sicher, dass der Überlaufbehälter die Substratplatten an der richtigen Position absenkt.

Stapel- und Multilaserprinzip

Dafür haben die Trumpf-Experten spezielle Stützstrukturen entwickelt, die der 3-D-Drucker während des Prozesses samt Zahnersatz additiv auf der Substratplatte aufbaut. Mit diesen Strukturen lassen sich die Substratplatten im Überlaufbehälter aufeinanderstapeln, ohne den gedruckten Zahnersatz zu beschädigen. Die TruPrint 1000 verfügt über das Multilaserprinzip, bei dem zwei Laser gleichzeitig im Pulverbett arbeiten. Mit der Multiplate-Funktion und dem Multilaserprinzip kann die Anlage bis zu 400 Dentalprodukte wie Brücken oder Kronen am Stück drucken.

Das System eignet sich für alle Hersteller in der Dentalindustrie, insbesondere für kleine Dentallabore. Denn oft starten laut Trumpf Mitarbeiter in der Branche den 3-D-Drucker nachts neu, um Lieferzeiten einzuhalten. Kleinere Dentallabore haben dafür meistens keine Kapazität und müssen Aufträge ablehnen. Ihnen hilft die verbesserte Multiplate-Funktion, Engpässe zu vermeiden und wettbewerbsfähig zu bleiben.

„Im Gegensatz zum konventionellen Fräsen ist die Fertigung damit rund zehn Mal schneller. Damit steigert Trumpf die Produktivität in der Dentalindustrie mit additiver Fertigung maßgeblich“, sagt Reinhard Sroka, Branchenmanager Dental bei Trumpf Additive Manufacturing.

Quelle und Foto: www.trumpf.com